Biomasse_und_Haende | turn_to_zero

Holz-Biomasse statt Gasboiler
 

Fakten zum Projekt

 

Projekttyp: Erneuerbare Energie

Projektstandort: Caeiras, Brasilien

Projektstandard: Gold Standard VER

Jährliche Emissionsreduktion: 48.544 t

Projektstart: November 2011

Die Installation eines Biomasseboilers anstelle eines Gasboilers, um eine neue Papiermaschine mit Dampf zu versorgen, vermindert CO2-Emissionen in einer Zellstoff- und Papierfabrik in Caieiras, Sao Paulo, Brasilien. Asche wird erstmals als Dünger in der Land- und Forstwirtschaft gebraucht, Biomasseabfälle bekommen einen Wert, indem zum Beispiel der Schlamm des fabrikeigenen Produktionsprozesses für die Energieproduktion genutzt wird.

Emissionen ausgleichen

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Das Projekt

Die Fabrik produziert jährlich 100.000 Tonnen Papierartikel wie Hygienepapier, Papiertaschentücher, Papierhandtücher und Papierservietten. Dampf, produziert vom neuen Biomasseboiler, ist vital für jeden Zellstoff- und Papierherstellungsprozess und deshalb essentiell für die Wettbewerbsfähigkeit der Fabrik.

Der Biomasseboiler produziert Wärmeenergie mit Hilfe von Biomasse aus unterschiedlichen Quellen:
Biomasseabfälle aus der Land- und Forstwirtschaft und aus angeschlossenen Industrien, Biomasse aus nachhaltig bewirtschaftetem Wald sowie Biomasseabfälle wie Papierschlamm aus den fabrikeigenen Produktionsprozessen. Methanemissionen, welche ohne das Projekt aus Deponiehaufen der Biomasseabfälle austreten würden, werden eliminiert. Dieser in diesem Projekt schwer quantifizierbare Treibhausgasanteil fließt jedoch nicht in die Emissionsreduktionsberechnung ein.

Das Vorzeigeprojekt sensibilisiert den Rest Brasiliens für innovative, saubere und effiziente Technologien. Es schafft lokales Einkommen und zeigt für kleine Gemeinden Einkommensmöglichkeiten auf, die durch den Bau und den Unterhalt einer solchen Anlage entstehen, aber auch durch das Sammeln, den Transport und den Verkauf von Biomasseabfällen sowie durch Dienstleistungen, die es im Zusammenhang mit dem Management der Biomasseabfälle braucht. Zudem hilft das Projekt, regionalem Biomasseüberschuss einen Wert zu geben und damit Emissionen zu reduzieren, die durch unkontrolliertes Verbrennen dieser Abfälle entstehen würden. Gleichzeitig verringert sich das Risiko von Waldbränden.

myclimate unterstützt das Projekt auch, weil dies der erste Boiler ist, der fähig ist, Schlamm und Biomasse der Zellstoff- und Papierindustrie in Brasilien zu verbrennen. Dies bedeutet Veränderungen im Designs des Boilers, im erforderlichen Unterhalt, in der Abgasbehandlung sowie im Handling und in der Mischung der Biomasse. Der größere Aufwand in Betrieb und Unterhalt im Vergleich zu einem konventionellen Gasboiler wird mit den Kompensationsgeldern von myclimate aufgefangen. Zudem wird ein Besucherzentrum für Angestellte und die lokale Bevölkerung gebaut, welches über erneuerbare Energien informiert.

Das Projekt trägt zu folgenden Sustainable Development Goals (SDG) bei:
SDG1
Keine Armut
R$ 172.329 Kohlenstoff-Einkommen wurde für die soziale Entwicklung generiert.
SDG4
Hochwertige Bildung
Es wurden 102 Personen ausgebildet.
SDG7
Saubere Energie
Insgesamt wurden 730 GWh thermischer Strom erzeugt.
SDG8
Menschenwürdige Arbeit
Es wurden 46 Arbeitsplätze geschaffen.
SDG12
Nachhaltiger Konsum
Es wurden insgesamt 80.494.044 m3 Erdgas vermieden.
SDG13
Klimaschutz
Reduktion von CO2-Emissionen.
SDG17
Partnerschaften
Investitionen in das Projekt.
Biomasse | turn_to_zero

© Paloma Sarria, myclimate

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© Paloma Sarria, myclimate

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© Paloma Sarria, myclimate

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© Paloma Sarria, myclimate

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© Paloma Sarria, myclimate

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© Paloma Sarria, myclimate

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Baumstämme, mit denen unter anderem der Biomasseboiler gefüllt wird. © Paloma Sarria, myclimate

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© Paloma Sarria, myclimate