Solarkocher | turn_to_zero

Verbesserte Lebensqualität durch Solarkocher

Fakten zum Projekt

 

Projekttyp: Energieeffizienz, Erneuerbare Energie

Projektstandort: Bolivien und Paraguay

Projektstandard: Gold Standard VER

Jährliche Emissionsreduktion: 30.889 t

Projektstart: Jänner 2012

Das Programm reduziert CO₂e-Emissionen, verbessert die Gesundheit der Menschen und verringert den Druck auf die lokalen Waldbestände in Bolivien und Paraguay. In sechs verschiedenen Regionen Boliviens und Paraguays werden dafür die ineffizienten Holzöfen durch Solarkocher oder Öfen mit hohem Wirkungsgrad ersetzt.

Emissionen ausgleichen

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Das Projekt

Mit der Implementierung von 50.000 ökologischen Öfen in Haushalten sowohl der urbanen als auch der ländlichen Bevölkerung sollen über die Programmlaufzeit rund eine halbe Million Tonnen CO₂-Äquivalente eingespart werden. Da mit den Solarkochern kein Holz benötigt und mit den effizienten Kochern mit deutlich weniger Holz gekocht werden kann, trägt das "Programme of Activity" zur Verminderung der Abholzung bei.

„Ich benötige jetzt viel, viel weniger Feuerholz, nur ein Kleinwenig, um das Essen zum Kochen zu bringen, bevor ich es in den Solarofen tue. Während das Essen im Kocher ist, habe ich täglich 2-3 Stunden mehr Zeit zu Weben, was mein Einkommen erheblich verbessert.“
Felicidad Orellana, Cochabamba Region, Bolivien

Das Kochen mit effizienteren Öfen verbessert zudem die Existenzgrundlage der Familien, da sie weniger Holz einkaufen und weniger Zeit auf das mühsame Sammeln von Feuerholz verwenden müssen. Aber auch die Gesundheit insbesondere der Frauen und Kinder profitiert, da die Belastung der Lungen durch Rußpartikel beim herkömmlichen Kochen über offenen Feuerstellen wegfällt. Das Programm zielt im Weiteren darauf ab, die Ess- und Kochgewohnheiten der Familien durch Sensibilisierung und Trainingsprogramme, welche die verschiedenen Einsatzfelder der Kocher aufzeigen, zu verbessen. Zudem werden die Familien in den Bereichen Hygiene, Sanitäranlagen und Umwelt geschult.

In Bolivien und Paraguay ist der Programmpartner von myclimate – die Non-Profit-Organisation CEDESOL – zuständig für die Umsetzung. Sie macht – mit Hilfe der Gelder aus der freiwilligen CO₂e-Kompensation – diese Öfen der Bevölkerung zugänglich und hilft, das Programm in einer vernünftigen Größe zu realisieren. Das Klimaschutzprogramm soll in den nächsten sieben Jahren auch auf andere Regionen Boliviens und Paraguays ausgeweitet werden.

Das Projekt trägt zu folgenden Sustainable Development Goals (SDG) bei:
SDG1
Keine Armut
Die Familien nehmen Zeit- und Geldeinsparungen seit der Installation des ökologischen Ofens wahr.
SDG3
Gesundheit
4.000 Personen haben seit Beginn des Projekts von der besseren Luftqualität profitiert und die Zahl der Besuche in medizinischen Einrichtungen ist geringer.
SDG4
Hochwertige Bildung
832 Personen haben die Modulare Umweltausbildung abgeschlossen.
SDG5
Geschlechtergleichheit
41 innovative Führungskräfte wurden geschult.
SDG7
Saubere Energie
4.000 Personen profitieren von effizienten und sauberen Technologien.
SDG8
Menschenwürdige Arbeit
56 Beschäftigte von 2012 bis heute.
SDG12
Nachhaltiger Konsum
Es wurden 46 % Kraftstoffeinsparungen erzielt.
SDG13
Klimaschutz
Reduktion von CO₂-Emissionen.
SDG15
Leben an Land
17.579 Tonnen Holz wurden durch das Projekt eingespart.
SDG17
Partnerschaften
814 effiziente Öfen für den Hausgebrauch und 18 kommerzielle/institutionelle Öfen wurden installiert
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© Franziska Heidenreich, myclimate

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© Sávio Abi-Zaid, myclimate

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© Franziska Heidenreich, myclimate

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Felicidad Orellana besitzt seit einigen Jahren einen Kocher. © Franziska Heidenreich, myclimate

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Angelina Orellana, Cochabamba Region, Bolivien: "Ich koche alles mit meinem Solarofen. Die alte Küche war immer voller Rauch." © Franziska Heidenreich, myclimate

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David Whitfield, Gründer der Non-Profit-Organisation CEDESOL, mit neu fabrizierten Solarkochern. © Franziska Heidenreich, myclimate

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© Franziska Heidenreich, myclimate